Gesetz gegen Internet-Abzocke gefordert
Nachdem die Bundesregierung den teuren Telefon-Warteschleifen den Kampf angesagt hat, fordert die Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) jetzt auch einen Gesetzentwurf für die bekannte Online-Abzocke. Nach ihren Vorstellungen sind Anbieter verpflichtet, die Kosten ihres Angebots deutlich auf der Webseite sichtbar zu machen. Ebenso sieht der Gesetzentwurf vor, dass ein Online-Vertrag erst abgeschlossen werden darf, wenn der Kunde den anstehenden Betrag durch einen Mausklick bestätigt hat.
Kosten- und Abofallen finden sich überall versteckt im Internet. Angefangen von kostenlosen Routenplanern bis hin zu Lösungen für Hausaufgaben, hinter vielen Ecken befinden sich unerwartet hohe Kosten. Durch das neue Gesetz soll dann auf den Gesamtpreis der Ware oder Dienstleistung deutlich hingewiesen werden. Vor einem Monat einigte sich die Bundesregierung darauf, dass die umstrittenen Telefon-Warteschleifen zukünftig nur noch kostenlos sein sollen. Das gilt für Anrufe aus dem Festnetz, wie auch aus Mobilfunknetzen. Ob das geforderte Gesetz wirklich durchgesetzt wird und ob Online-Abzocken bald nur noch Geschichte sind, wird sich in den nächsten Wochen herausstellen.
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