Im Internet Nachrichten Magazin Webpronews, findet ihr Tips zum Sparen und Vergleichen beim Shoppen

Internet Explorer 9 im Test

Internet Explorer 9Heute konnten wir einen ersten Blick auf den neuen Internet Explorer 9 werfen. In einem ausführlichen Test präsentieren wir Euch die neusten Features und alle Neuerungen von der ersten Beta. Wir waren erstaunt, was das Entwicklerteam von Microsoft für eine erstklassige Arbeit geleistet hat. Konkurrenten wie Firefox und Chrome könnten in Zukunft ein kleines Problem bekommen und werden schon jetzt teilweise vom Internet Explorer 9 in den Schatten gestellt.

Insgesamt verwenden weltweit rund 51 Prozent der Internet-Nutzer den alt bekannten Internet Explorer zum surfen. Die restlichen Prozente teilen sich unter Mozilla Firefox, Google Chrome und weitere Browser auf.

Ein wichtiger Punkt beim neuen Explorer ist die Web-Entwickler-Community. Für die bringt der Internet Explorer 9 neue Tools, Features und Anwendungen, damit diese das moderne Web weiter ausbauen können. Unter anderem unterstützt der neue Browser "Cascading Scalable Vector Graphics" (SVG) und vieles mehr. Für den Normalverbraucher gibt es zukünftig einen Download-Manager à la Firefox und Webseiten mutieren zu "Apps".

Beim Standard-Browser-Test von "Acid3" konnte der Internet Explorer 9 erstmals wieder Punkten. Beim Design beispielsweise erzielte der Web-Browser rund 83 von 100 Punkten. Mit der Popularität von Firefox und Chrome haben die Entwickler vom Internet Explorer auch weiterhin stark zu kämpfen. Microsoft muss noch viele große Schritte machen, um die verlorenen User wieder zurück zu gewinnen.

Der Internet Explorer 9 steht bisher nur für Nutzer mit Windows Vista (Service Pack 2 aufwärts) und Windows 7 zur Verfügung. XP-User können die neue Version noch nicht verwenden und müssen auf den Internet Explorer 8 zurückgreifen. Nur Geldmacherei? Microsoft sagt nein: „Viele Neuerungen wie das Anpinnen von Tabs und das GPU-unterstützte browsen nicht unter Windows XP funktionieren“.

Internet Explorer so einfach und übersichtlich wie nie zuvor

Einer der wichtigsten Neuerungen finden wir im Design des Browsers. Nutzer des Internet Explorer 9 sollen zukünftig „die Schönheit des Webs“ intensiver erleben als jemals zuvor. Die Entwickler haben großen Wert darauf gelegt, dass unnötige Bedienelemente und Leisten nicht mehr von der eigentlichen Webseite ablenken, weshalb unter anderem die Titelleiste des Browser-Fensters komplett entfernt wurde. Ebenso entschied man sich dazu die Drop-Down-Schaltfläche "Zuletzt besuchte Seiten" komplett zu verbannen. Bei den Navigationspfeilen schauten sich die Entwickler genauer den Konkurrenten Firefox an und Namen sich daran wohl ein Beispiel. So wurde der "Zurück"-Button deutlich größer als sein Nachbar gemacht, was schon bei Firefox üblich war. Eine Eigenkreation sind wohl die Icons zur Startseite, den Favoriten und den Einstellungen. Diese wurden nach oben rechts verlegt und deutlich verkleinert. So konnte man mehr Platz sparen und das "Graphical User Interface" (GUI) übersichtlicher gestalten.

Vergleichen wir das Design des neuen Internet Explorer 9 mit dessen Vorgängern, sammelt der neue Browser einen Pluspunkt nach dem anderen. Im Ganzen ist der Look viel übersichtlicher und einfacher geworden. Selbst ein kleines Kind würde jetzt wahrscheinlich problemlos mit den Browser umgehen können, da alle unnötigen Buttons und Leisten entfernt wurden. Der Nutzer kann sich jetzt voll und ganz auf seine Web-Suche konzentrieren und muss sich nicht mehr durch einen "Button-Salat" durchschlagen.

Webseiten durch Apps ersetzt

Internet Explorer 9Das lange Getippe der URL war gestern: Heute genügt ein Klick! Mit dem Internet Explorer 9 machten es die Entwickler möglich, dass Webseiten sich in Apps verwandeln und diese mit einem Klick sofort abrufbar sind. Neben den vorgegeben Shortcuts in Startmenü, lassen sich beispielsweise Soziale Netzwerke oder eBay-"Apps" wie "Mein eBay", "Verkaufen" und "Angebote" mit einbinden. Möchte der Nutzer gerade bei eBay nach Angeboten suchen, braucht er zukünftig nur noch im Startmenü auf den richtigen Button klicken.

Weiteren Platz für mehr Seiteninhalt sparte Microsoft am unteren Fensterrand, wo die oft unnötige Statuszeile nicht mehr dauerhaft, sondern nur bei Bedarf angezeigt wird. Installieren wir beispielsweise ein neues Add-on, blendet sich die Leiste wieder ein. Beim normalen surfen bleibt die Statuszeile jedoch unsichtbar.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=a6nmTFTVbuE

Kombinierte Adress- und Suchleiste

Wie Google Chrome und Firefox, verfügt der Internet Explorer jetzt auch über ein Such-Feld für Suchmaschinen. Über das schon bei Firefox angewendete Drop-Down-Menü lassen sich so die Suchmaschinenanbieter wie beispielsweise Google oder Yahoo auswählen. Auch die Suche selbst ähnelt immer mehr dem Konkurrenten Firefox. So liefert der Browser noch bei der Eingabe direkte Suchergebnisse, welche untereinander aufgelistet werden.

Eine etwas ungewöhnliche aber auch platzsparende Methode finden wir bei den geöffneten Tabs. Diese sind nicht wie bei anderen Browsern unter oder über der Adresszeile - sondern direkt daneben. Microsoft nennt diese Zeile die "One Box".

Grafikkarte sorgt für mehr Browser-Leistung

Internet Explorer 9Wie viele Konkurrenten, setzt nun auch Microsoft in erster Linie auf Leistung und Geschwindigkeit. Dafür fokussierten sich die Entwickler auf "Hardwarebeschleunigung" und konnten große Erfolge erzielen. Der Internet Explorer 9 bringt GPU-unterstützte Benchmarks wie "FishIE Tank" mit und konnte die neue Herausforderung von allen Konkurrenten am besten meistern. Damit die Hardwarebeschleunigung funktioniert muss der Nutzer lediglich um eine DirektX-10-fähige Grafikkarte verfügen. Andere Web-Browser wie Firefox und Chrome haben sich auch an das Thema herangewagt und scheiterten bisher.

Die sechste Beta vom Firefox 4 ist der erste hardwareunterstützte Browser von Mozilla und zeigt, dass noch viel Arbeit vor den Entwicklern liegt. Die Bildrate des Browsers ist ähnlich hoch wie beim Internet Explorer 9, kommt jedoch beim Vergrößern und Verkleinern des Fensters regelmäßig stark ins Stocken.

Auch Chrome versuchte sich an einem hardwareunterstützten Browser und hat im Vergleich zu den Konkurrenten das Nachsehen: Die aktuelle Technik des Google-Browsers hat gegen Firefox 4 und den Internet Explorer 9 keine Chance.

Download-Manager mit von der Partie

Internet Explorer 9Auch die Entwickler vom Internet Explorer lernen dazu und bauten dieses mal den lang ersehnten Download-Manager ein, welcher schon seit einiger Zeit im Firefox zu finden ist. Dieser ist mit [STRG]+[J] abrufbar und verfügt über einen "SmartScreen-Filter", dessen Technik weiter verfeinert wurde. Vergleichbar mit einem modernen Virenscanner ist ein Reputationssystem für die Sicherheit beim downloaden zuständig. Wird eine Datei als "gefährlich" eingestuft, erhält der Nutzer eine entsprechende Warnung.

Neben dem Download-Manager bietet der Internet Explorer 9 auch für die Add-ons eine nützliche Funktion namens "Performance Advisor". Mit dieser kann der Nutzer alle installierten Add-ons und deren Ladezeit einsehen. Verlangsamt ein Add-on den Browser, so sieht der Anwender dies in Zukunft.

WebProNews Redaktion Fazit:

Im Vergleich zu allen Vorgängern von Microsoft, ist der Internet Explorer 9 ohne Zweifel der beste Internet Explorer aller Zeiten. Die kinderleichte Bedienung und die sehr gute Übersicht stellt alle anderen Konkurrenten erstmals in den Schatten. Auch mit der Geschwindigkeit und vor allem beim Thema "Hardwarebeschleunigung" steht Microsoft nun wieder auf Platz 1 aller Web-Browser.

Wer einfach nur schnell und übersichtlich im Internet surfen will, sollte auf den Internet Explorer 9 umsteigen. Kann man auf die unbezahlbaren Vorteile der Add-on-Vielfalt von Chrome, Opera und Firefox nicht verzichten, ist ein Umstieg auf Microsofts neuestes Werk nicht zu empfehlen.

Internet Explorer 9 (Beta 1) herunterladen



Markiert als: , , ,

Kommentar hinterlassen

Du must Eingelogt sein um einen Kommentar zu hinterlassen.