Nacktscanner am Hamburger Flughafen
Vor einiger Zeit kündigten wir den ersten Test des Nacktscanners auf deutschem Boden an. Ende diesem Monats ist es nun so weit und der Nacktscanner findet am Hamburger Flughafen seinen ersten Einsatz, so Bundesinnenminister Thomas de Maiziêre (CDU).
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So funktioniert das Gerät
Wie Maiziêre gegenüber der Bild am Sonntag ankündigte seien die Nacktscanner von der Bundespolizei und dem Hersteller mehrfach überprüft und weiterentwickelt worden. Es sollen jetzt keine körperlichen Details mehr zu sehen sein, sondern nur noch Gegenstände im Strichmännchen-Format. Weiter sollen die gesammelten Daten unverzüglich wieder gelöscht und nicht länger aufbewahrt werden. Auffällige Gegenstände wie zum Beispiel Sprengstoff und Waffen werden beim scannen des Körpers mit einem roten Punkt markiert. So soll eine gezielte Durchsuchung möglich sein.
Derzeit sind die Nacktscanner von der Europäischen Union aus noch nicht zugelassen, jedoch sind die Geräte in fünf Ländern versuchsweise im Einsatz. Vor zwei Monaten forderte die EU eine einheitliche Reglung aller Mitgliedsstaaten.
Ist der Nacktscanner wirklich so sicher?
Ob der Nacktscanner wirklich so problemlos seine Arbeit macht wirft bei uns auch heute noch Zweifel auf. Von den Persönlichkeitsrechten mal ganz abgesehen, wurden die Geräte alleine in den USA schon mehrfach wegen einer Fehlfunktion auffällig. So meldete der „U.S. Marshals Service“ sowie die „Transportation Security Administration“ (TSA) Probleme beim Löschen von Nacktscannerbildern. Davon haben die Unternehmen mehrere Zehntausend archiviert und gesammelt. Beachtet werden sollte hierbei, dass die TSA letzten Sommer mitteilte: "Die gescannten Bilder können weder gespeichert noch archiviert werden". Nun bleiben nur noch zwei Fragen zu klären: Wieso kann die Regierung eine problemlose Funktion der Nacktscanner versichern und helfen diese wirklich im Kampf gegen den Terror?

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